Projektbeispiel: Fraport

In der Vergangenheit gab es zwischen Programmierung der Brandmeldeanlage und die im Brandfall involvierte Gebäudeautomation oft keine konsistente und verknüpfte Dokumentation. Komplexe Gebäude erfordern zwar eine Brandfallsteuermatrix, doch häufig wurde diese in unübersichtlichen Excel-Listen oder in papierhafter Momentaufnahme festgehalten.
Der Fraport hat das Problem erkannt und gemeinsam mit dem Software-Unternehmen IT Frankfurt GmbH ein System entwickelt das diese zwei Welten verbindet. „Wir hatten schon seit vielen Jahren den Bedarf, von der in Papierform vorliegenden Brandabfolgedokumentation wegzukommen. Wir möchten bei den Prüfungen von den unhandlichen, großflächigen Excel-Tabellen Abstand nehmen und hin zu einer wirklich verlässlichen Dokumentation gelangen. Bei uns wird ständig umgebaut, sodass entsprechend viele Brandabfolgeprüfungen laufen und es unabdingbar ist, dass die Dokumentation mit der real verbauten Technik zusammenpasst.“, erklärt Beate Massa, die bei Fraport als Objektleiterin des Flugsteigs B im Terminal 1 das Facility Management verantwortet.

Bild Aussch Fraport Copyright FraportAG

Im ersten Schritt wurde die Brandfallsteuermatrix in ein strukturiertes Datenbankmodell überführt. Im nächsten Schritt wurde das Modell validiert, in dem die Daten aus den bisherigen Excel-Dokumentationen eingespielt wurden und mit weiteren Datenquellen aus dem Facility Management verbunden wurden. Abgerundet mit einer nutzerfreundlichen Oberfläche, hat man sich aber mit der Produktentwicklung noch lange nicht zufrieden gegeben.

Zum einen sollten Gebäudeprüfungen besser unterstützt werden.- der Prüfbereich jederzeit auf Knopfdruck definierbar, Pläne alle verbauten Details ausweisen, festgestellte Abweichungen während der Begehung sofort dokumentiert werden und Instandsetzungsprozesse angestoßen werden können. Zum anderen sollte eine Prozessunterstützung von Bauprojekten mit Datenhistorisierung umgesetzt werden. Konkrete Anwendung findet diese Funktion, wenn sich zum Beispiel die Shopping- oder Gastronomieflächen durch neue Pächter in der Flächenaufteilung verändern. Wenn aus einer großen Fläche mehrere Kleine entstehen, muss nicht nur sichergestellt werden, das in jeder neuen Einheit ein Rauchmelder montiert wird, sondern auch Rettungswege überprüft werden, die dementsprechende Entrauchung sichergestellt sein und vieles mehr. Es entstehen planerische Prozesse und am Ende der Bauphase muss die Dokumentation wieder mit dem IST-Stand des Gesamtterminals zusammen geführt werden. Durch solche Funktionalitäten werden die komplexe Datenmenge einfach und konsistent handhabbar.

Die Betreiber des größten Deutschen Flughafens übernehmen heute täglich die Fürsorgepflicht für durchschnittlich 150.000 Passagiere. Dabei verfügt der Terminal 1 mit dem neuen Terminal A-plus über mehr als 1 Millionen Quadratmeter Fläche.

Laut Christian Männchen, Geschäftsführer von IT Frankfurt, ist die aktuell in den Terminals 1 und 2 eingesetzte Lösung BASIX offen konzipiert und stößt auf großes Interesse. Denn Gesetzmäßigkeiten, Richtlinien und Standards, die bei Planung und Bau berücksichtigt werden, müssen in das täglichen Gebäudemanagement überführt werden, damit die Betreiberverantwortung erfüllt werden kann, was bei den heutigen Datenmengen in großen Liegenschaften kein Kinderspiel ist.

Links zu diesem Artikel:
http://www.tga-fachplaner.de

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Weitere Projektbeispiele:
Download: Broschüre BASIX

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